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Die Hausleine

Aktualisiert: 22. Apr.

Die Hausleine – Was ist eine Hausleine – für was ist eine Hausleine?


Tierschutzhunde, welche vielleicht nie ein Zuhause hatten, sowie Welpen und Junghunde die in ein neues Zuhause kommen, brauchen deutliche Kommunikation unserer von unserer Seite. Nur wie machen wir das jetzt genau….


Eine Hausleine ist ein einfaches, leichtes stück Band was auf eine ungefähre länge von ca. 70 cm geschnitten wird (je nach Grösse vom Hund).

Natürlich gibt es auch Hausleinen von Herstellern, welche man kaufen kann inklusive

Hausgeschirr - doch all diese teuren Anschaffungen sind gar nicht unbedingt nötig. Ein leichtes angenehm zu tragendes Halsband und ein stück Band reichen völlig aus. Was jeder für seinen Hund kaufen möchte – überlasse ich jedem Hundebesitzer selbst 😉.


Dieses Band kann man ganz einfach, wenn man vom Spaziergang nach Hause kommt anziehen, indem man von der Spazierleine auf die Hausleine wechselt und das Band mit einem einfachen Knoten am O-Ring befestigt. Der Hund läuft dann einfach den ganzen Tag in der Wohnung/ Haus damit herum.


Für was ist denn nun diese Hausleine:

Wir haben oft ganz genaue Vorstellungen was der Hund bei uns zuhause machen soll/darf und was eben auch nicht. Die Hausleine ist dein Hilfsmittel und kann folgendermassen in diversen Situationen eingesetzt werden, hier ein paar Beispiele:

  • In allen Situationen in denen Ihr Hund Hilfe benötigt um sie richtig zu verstehen

  • Wenn er Unsicherheiten zeigt oder überfordert ist (z.B. wenn Besuch mit Kinder kommt)

  • Neues Haustier zieht ein (Hund, Katze, Kaninchen etc.)

  • Heftiges Spielen und herumspringen soll der Hund drinnen nicht

  • Betteln am Tisch soll der Hund nicht

  • Einem alles auf Schritt und Tritt nachlaufen soll der Hund nicht

  • Bellen bei Geräuschen z.B. Fahrstuhl im Haus, Türen in Mehrfamilienhäuser oder auch das Klingen vom Besuch oder Postboten

  • Er soll nicht aufs Bett etc.

Die Hausleine macht in allen Situationen Sinn, in der der Hund noch nicht weiss, wie er sich von sich aus und in unseren Augen angemessen verhalten soll/kann.

Jede Familie hat Ihre eigenen Sachen was der Hund darf oder was man eben nicht möchte. Das Problem oft von unserer menschlichen Seite ist, die richtige Kommunikation mit dem Hund. Wir reden bei etwas was der Hund gerade macht, was wir aber nicht möchten, in einem heftigen, emotionalen und übertriebenen Ton auf den Hund ein. Der Hund versteht aber gar nicht was gerade von Ihm verlangt wird. Durch unsere Emotionen in der Stimme versteht der Hund das meist dann noch als Aufforderung und macht genau das Gegenteil von dem was wir eigentlich von Ihm wollen, nämlich weiter mit dem was er eben nicht machen soll.

Die Antwort, warum der Hund das macht, ist ganz einfach « Weil er uns nicht versteht».


Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie das letztliche Problem selbst mit verursacht haben durch die falsche Kommunikation.

Ein Hund der in ein neues Zuhause einzieht, ist in gewissen Situationen so emotional hochgefahren, dass eben genau da die Hausleine ins Spiel kommen kann. Die Hausleine bietet mir als Mensch die Möglichkeit meine Kommunikation mit dem Hund zu verbessern, so dass er die Möglichkeit hat mich zu verstehen. Ich kann den Hund sozusagen an die HAND nehmen und ihm mitteilen, was ich möchte oder eben auch nicht.


Einer der allerwichtigsten Punkte in Verbindung mit der Hausleine ist, auch der Ruheplatz vom Hund. An seinem Ruheplatz sollte eine ca. 2m lange Leine befestigt sein, wenn der Ruheplatz nicht eine Box ist. ( Bei einer Ruheplatz Box braucht es natürlich keine Leine).

Anmerkung1: Tierheimhunde verbringen in der Regel nicht gerne Zeit in einer Box, da Sie schlechte Assoziation zum eingesperrt sein hinter Gitterstäben haben. Bei Tierschutzhunden sollte also als Ruheplatz besser nicht mit einer Box gearbeitet werden – natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Wichtig bei einem Ruheplatz ist, dass der Hund gerne da ist und entspannen kann.


Anmerkung 2: Ist der Hund, wenn man Ihn auf seinen Ruheplatz schickt extrem nervös, noch im ersten Moment bevor er entspannen kann, sollte man darauf achten, dass er evtl. ein Geschirr anstelle vom Halsband trägt wo er mit der Leine befestigt wird oder eben evtl. mit einer Box arbeiten. Dies sind immer individuelle Entscheidungen und Abhängik vom Hundecharakter . Aber denken Sie dabei immer an die Halswirbelsäule von Ihrem Hund.


3 Beispiele; Einsatz Hausleine Ich nehme mein Hund an die Hand:


Beispiel 1

Ich komme von einem langen Spaziergang zurück, Der Hund ist noch komplett hochgefahren, springt rum, will mit mir weiterspielen, fordert mich dauernd auf und fängt vielleicht auch noch auffordernd an zu bellen. Damit ich diese Situation entschleunigen kann, nehme ich den Hund an der Hausleine und begleite ihn an seinen Ruheplatz, hake da die Leine welche dort befestigt ist in sein Halsband ein, gebe dem Hund vielleicht noch ein feines Leckerchen als positive Verstärkung auf seinem Platz und lasse ihn da ein paar Minuten an der Leine, bis der Hund sich entspannt.


Beispiel 2

Es wird gegessen und der Hund sitzt mit seinem so hübschen Bettelblick neben dem Tisch. Ich möchte aber nicht, dass der Hund sich dies angewöhnt. Der Hund soll auf seinen Platz wenn die Familie am Tisch sitzt und geneinsam isst. Ich nehme den Hund an der Hausleine, und bringe ihn auf sein Ruheplätzchen, hänge hier die Ruheplatzleine wieder ein und gebe dem Hund evtl. einen Kong zu rum kauen und ausschlecken (positive Verstärkung), solange die Familie am Essen ist.


Beispiel 3

Ich möchte nicht, dass der Hund auf mein Bett liegt, auch hier hilft die Hausleine. Ich nehme den Hund an der Hausleine und führe ihn vom Bett herunter zu einem anderen Platz und zeige ihm was er stattdessen tun soll. Darf der Hund z.B. auf dem Sofa aber nicht auf das Bett liegen, bringe ich Ihn vom Bett an der Hausleine zum Sofa und gebe ihm etwas leckeres (positive Verstärkung).


Natürlich braucht es ein paar Wiederholungen bei solchen Themen, Geduld, Zeit und Liebe das braucht es. Kein emotionales reden unsererseits. Aber sie werden sehen, wenn Sie selbst konstant und konsequent mit der Hausleine arbeiten und ihre Kommunikation zum Hund deutlich ist, werden sie die Hausleine schnell nicht mehr benötigen.

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